Zum Inhalt springen

Kolorektalkarzinom
Früherkennung rettet Leben

Dickdarmkrebs, auch als kolorektales Karzinom bekannt, ist eine bösartige Tumorerkrankung des Dickdarms oder des Enddarms. In Österreich zählt er zu den häufigsten Krebsarten.

Symptome erkennen

Frühe Stadien des Dickdarmkrebses verursachen oft keine Beschwerden. Achten Sie jedoch auf folgende Warnzeichen:

Bitte beachten Sie, dass diese Symptome auch bei weniger schwerwiegenden Erkrankungen auftreten können. Dennoch ist es wichtig, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.

Bedeutung der Vorsorge

Früherkennung erhöht die Heilungschancen erheblich. In Österreich wird Erwachsenen ab 50 Jahren eine regelmäßige Darmkrebsvorsorge empfohlen. Die gängigsten Methoden sind:

Risikofaktoren

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken:

Prävention

Sie können Ihr Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, durch folgende Maßnahmen senken:

Behandlung

Die Therapie von Dickdarmkrebs richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, der genauen Lage des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten. Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen und die Heilungschancen zu maximieren.

Operative Therapie

Die Operation ist die zentrale Behandlungsmaßnahme bei lokalisiertem Dickdarmkrebs. Dabei wird der betroffene Darmabschnitt zusammen mit angrenzenden Lymphknoten entfernt. Anschließend werden die verbleibenden Darmenden wieder miteinander verbunden, um die natürliche Darmfunktion zu erhalten. In den meisten Fällen kann auf die Anlage eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) verzichtet werden. Moderne chirurgische Techniken, wie die minimalinvasive „Schlüsselloch-Chirurgie“, ermöglichen oft eine schonendere Entfernung des Tumors.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie wird vor allem bei Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) eingesetzt. Sie kann vor der Operation (neoadjuvant) durchgeführt werden, um den Tumor zu verkleinern und die Chancen auf eine vollständige Entfernung zu erhöhen.

Chemotherapie im Frühstadium

Eine Chemotherapie kommt ergänzend zur Operation zum Einsatz, insbesondere wenn der Krebs bereits Lymphknoten befallen hat oder ein erhöhtes Rückfallrisiko besteht. Hierbei werden Medikamente (Zytostatika) eingesetzt, die Krebszellen im gesamten Körper abtöten sollen. Die Chemotherapie kann vor der Operation (neoadjuvant) zur Verkleinerung des Tumors oder nach der Operation (adjuvant) zur Eliminierung verbliebener Krebszellen durchgeführt werden.

Chemotherapie, zielgerichtete Therapien und Immuntherapie im Spätstadium

Bei fortgeschrittenem Dickdarmkrebs können Chemotherapie, zielgerichtete Therapien und Immuntherapien (je nach molekularen Profil, insbesondere bei Mikrosatelliten-Instabilität) zum Einsatz kommen. Diese modernen Behandlungsansätze richten sich gegen spezifische Eigenschaften der Tumorzellen oder aktivieren das körpereigene Immunsystem, um den Krebs zu bekämpfen. Die Entscheidung für solche Therapien basiert auf individuellen Faktoren.